Mai
25.–29.
Maulhelden 2016
Düsseldorf
MAULHELDEN – das Landes-Schülertheater-Treffen NRW geht in die sechste Runde! Das Treffen geht über fünf Tage und findet in der Zeit vom Mittwoch, den 25. Mai bis Sonntag, den 29. Mai 2016 statt.

Weitere Informationen und den Bewerbungsbogen gibt es hier.
Weitere Informationen gibt es auch hier.
Sept.
18.–24.
Schultheater der Länder 2016
Erfurt
Das Schultheater der Länder findet vom 18.09. bis 24.09.2016 in Erfurt in Thüringen statt, das Rahmenthema lautet: THEATER.SPRACHE

Postalische Bewerbungen nur an: Axel Mertens, Obersteiner Weg 33, 40229 Düsseldorf,  Bewerbungsschluss 15.04.2016 (zur Ausschreibung)
Nov.
24.–27.
Herbstwerkstatt 2016
Soest

Vom 24.11. bis 27.11.2016 veranstaltet der Landesverband Theater in Schulen NRW in den Räumen des Landesinstituts für Schule „QUA-LiS“ in Soest seine traditionelle
Herbstwerkstatt als Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Theater.Film“. Mehr Informationen.

Herzlich willkommen auf dieser Homepage!
Mit dieser Homepage wenden wir uns einerseits an die Vereinsmitglieder des Landesverbandes Theater in Schulen NRW e.V. und wollen auf diesem Weg den Informationsfluss zwischen Vorstand und den Mitgliedern intensivieren.
Andererseits hoffen wir, dass diese Seiten natürlich von vielen Interessenten aus dem Schultheaterbereich, von Literaturkurslehrerinnen und -lehrern und vielen anderen an der Schulkultur interessierten Personen besucht wird.

Mit diesen Seiten wollen wir zu den zwei- bis dreimal im Jahr erscheinenden Kurzinfos - ein Bindeglied herstellen, so dass Sie auf diesen Seiten besonders unter der Rubrik "Termine" in Zukunft immer die aktuellen Hinweise, Termine, Ausschreibungen etc. finden werden, die zeitversetzt dann auch in einem der beiden traditionellen Printmedien veröffentlicht werden.
Schultheater in NRW

Am 17. März 2015 fand in Schmallenberg - Bad Fredeburg (Musikbildungszentrum Südwestfalen, Johannes-Hummel-Weg 1, 57392 Schmallenberg - Bad Fredeburg) der Fachtag "Schultheater in NRW - Qualifizierung für das Theater an Schulen. Reflexion und Praxis" statt. 

Neben einem Fachbeitrag von Hans Twittmann (Landesverband Theater in Schulen NRW e.V.) wurden in fünf Workshops unterschiedliche Aspekte des Schultheaters praktisch vertieft. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Arbeitsstelle "Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW", des Landesverbands Theater in Schulen NRW e.V. und der Stadt Schmallenberg.

Mehr dazu: Rückschau auf den Fachtag Schultheater am 17. März 2015 in Schmallenberg

Frank Herdmerten (*12.01.1936 / + 30.09.2014)

Frank Herdemerten gehörte dem Landesverband Theater in Schule NRW e.V. als einer seiner wirkmächtigsten Gründungsväter an. Er hat das Fach Literatur in der gymnasialen Oberstufe bundesweit vertreten und an der ersten Richtliniengruppe im Land NRW teilgenommen. Als einer der ersten Juroren des nordrheinwestfälischen Landesschülertheatertreffens, als bestimmender Teil im Leitungsteam der Theaterwoche Korbach und als Mitglied der Jury beim Theatertreffen der Jugend in Berlin hat er scharfsinnig Schülertheater analysiert und seine didaktischen Schlüsse gezogen und publiziert.

Er hat immer wieder streitfreudig und kritisch seine Stimme gegen text- und literaturlastiges, verkleidungsverliebtes Schülertheater erhoben und ihm das bewegungsorientierte Spiel mit konkreten oder abstrakten, immer aber durchgängig bespielten Bühnenobjekten gegenübergestellt. Frank forderte die „Anverwandlung“ des Stoffes oder Themas. Er konfrontierte das unglaubwürdige, oft unfreiwillig komische, realistische Spiel von Jugendlichen und Amateuren mit dem stilisierenden Spiel und zeigte hierbei die Vorteile der Abstraktion gegenüber der realistischen Konkretion auf. Etwas gegen den Strich spielen, den Ersteindruck auf den Kopf stellen und die coincidentia oppositorum, der Zusammenfall der Gegensätze waren seine Leitmotive. Auf das Schultheater im Land und im Bund hat er in gut 30 Jahren durch Werkstätten, Fortbildungen und eigene Theaterproduktionen an seinem Helmholtzgymnasium in Essen so einen besonders nachhaltigen Einfluss ausgeübt.

Da er selber immer wieder gerne getextet hat, möchten wir ihm zum Abschluss das Wort lassen, das sich vor allem auch an die, die ihn kannten von Herzen richtet:

IN ERWARTUNG

Vorwärts zurück
Ins Erinnern!

Stülp deinen Zeitstrumpf
Nach außen!

Was hast du gesammelt
An Augenblicken,
Orten,
Menschen?

Indem ich
ihrer inne werde,
werde ich
meiner selbst inne,
vielleicht.

Für den Vorstand und den Verein, Eckhard Debour

Dieter Linck ist tot

unser Bundesvorsitzender, ein unermüdlicher Kämpfer für das Theater an Schulen, ist ganz plötzlich am 28.04.2013 verstorben. Er forderte viel, gab selber aber vor allem auch alles! Mit Dieter verlieren wir einen humorvollen, überaus engagierten und voran gehenden Vorsitzenden, der vielen auch zum Freund geworden ist.

Solltest Du nun auf einer Wolke sitzen, dann lass die Beine baumeln und versuche nicht, den Himmel zu organisieren, auch wenn der es bestimmt nötig hätte.

Lieber Dieter, für Deinen Einsatz können wir nur DANKE sagen. Wir werden Dich vermissen!

Dein Landesverband Theater in Schulen, NRW

Nachruf auf Marcel Cremer vom Landesverband Theater in Schulen NRW e.V.

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ ( Jo 18,36)

Dieser berühmte Satz aus dem Johannesevangelium, den Jesus vor Pilatus spricht, mag Marcel durch den Kopf gegangen sein, als er, von seiner Tod bringenden Krankheit gezeichnet, sein letztes Kinder- und Erwachsenentheaterstück „Der König ohne Reich“ schrieb, das die AGORA am 20.05.2010 in St. Vith uraufführen wird. Marcels letzte begonnene Bühnenarbeit ist Anlass für unseren Nachruf.

Marcel liebte es, gerade auch religiöse Themen „gegen den Strich“ zu lesen, um sie so zu einem Brennpunkt seiner Stücke werden zu lassen. Jesu Satz zielt auf ein anderes Reich, ein Reich der Phantasie, ein Reich der Geschwisterlichkeit, vielleicht auch ein Reich des Jenseits, das Motte und Wurm nicht zerstören ( vgl. Mt 6,19). Wenn er mir beim Schreiben lebend über die Schulter geschaut hätte, würde er wahrscheinlich widersprechen und der Vergänglichkeit und Endlichkeit zu ihrem letztlich schmerzhaften Recht verhelfen. Aus ihnen schöpfte er seine Kraft, seine Phantasie und Kreativität, denn Theater ist die vergänglichste aller Kunstformen, so vergänglich wie das Leben. - Was er im Tod dazu sagen würde, können wir Lebenden nicht wissen, so dass uns ein Zitat aus seinem Leben im Zusammenhang mit seinem letzten Theaterstück genügen muss:

“Selbst wenn man alles verliert, muss man sich auf den Weg machen und die menschliche Wärme bei den anderen suchen. Wenn man mit ihnen in Dialog tritt, merkt man, dass man nicht alleine ist, dass andere in der selben Lage sind und dass man zusammen in Sicherheit ist für eine Nacht, einen neuen Ort, sein Gepäck abzulegen, einen neuen Beruf... und wer weiß, ein neues Reich. Um neue Dinge zu finden, muss man erst andere verlieren.” (Marcel Cremer in einem Interview mit Emile Lansman)

Uns hat er in seinen Stücken und Theaterwerkstätten über viele Jahre reich beschenkt und er hat uns viele neue Dinge finden lassen. Auch wenn wir ihn jetzt verloren haben, bleiben uns seine Geschichten.

Für den Vorstand und die Mitglieder des Landesverbandes
Eckhard Debour