
AUSSCHREIBUNG - Festival Schultheater der Länder Berlin 2012
Der Bundesverband Theater in Schulen (BV.TS), der Landesverband Theater in Schulen Berlin (LDS) und die Körber-Stiftung veranstalten das Schultheater der Länder 2012 vom 16.9. – 22.9.
Renate Winkler-Kalbas
Fon: 02132-760045
r.kalbas@gmx.de


Der Bundesverband Theater in Schulen (BV.TS), der Landesverband Theater in Schulen Berlin (LDS) und die Körber-Stiftung veranstalten das Schultheater der Länder 2012 vom 16.9. – 22.9.
Bewerbungen aus NRW müssen bis zum 4.5.12 eingesandt werden an:
Renate Winkler-Kalbas
Gartenstr. 11
40667 Meerbusch
Fon: 02132-760045
r.kalbas@gmx.de

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ ( Jo 18,36)
Dieser berühmte Satz aus dem Johannesevangelium, den Jesus vor Pilatus spricht, mag Marcel durch den Kopf gegangen sein, als er, von seiner Tod bringenden Krankheit gezeichnet, sein letztes Kinder- und Erwachsenentheaterstück „Der König ohne Reich“ schrieb, das die AGORA am 20.05.2010 in St. Vith uraufführen wird. Marcels letzte begonnene Bühnenarbeit ist Anlass für unseren Nachruf.
Marcel liebte es, gerade auch religiöse Themen „gegen den Strich“ zu lesen, um sie so zu einem Brennpunkt seiner Stücke werden zu lassen. Jesu Satz zielt auf ein anderes Reich, ein Reich der Phantasie, ein Reich der Geschwisterlichkeit, vielleicht auch ein Reich des Jenseits, das Motte und Wurm nicht zerstören ( vgl. Mt 6,19). Wenn er mir beim Schreiben lebend über die Schulter geschaut hätte, würde er wahrscheinlich widersprechen und der Vergänglichkeit und Endlichkeit zu ihrem letztlich schmerzhaften Recht verhelfen. Aus ihnen schöpfte er seine Kraft, seine Phantasie und Kreativität, denn Theater ist die vergänglichste aller Kunstformen, so vergänglich wie das Leben. - Was er im Tod dazu sagen würde, können wir Lebenden nicht wissen, so dass uns ein Zitat aus seinem Leben im Zusammenhang mit seinem letzten Theaterstück genügen muss:
“Selbst wenn man alles verliert, muss man sich auf den Weg machen und die menschliche Wärme bei den anderen suchen. Wenn man mit ihnen in Dialog tritt, merkt man, dass man nicht alleine ist, dass andere in der selben Lage sind und dass man zusammen in Sicherheit ist für eine Nacht, einen neuen Ort, sein Gepäck abzulegen, einen neuen Beruf... und wer weiß, ein neues Reich. Um neue Dinge zu finden, muss man erst andere verlieren.” (Marcel Cremer in einem Interview mit Emile Lansman)
Uns hat er in seinen Stücken und Theaterwerkstätten über viele Jahre reich beschenkt und er hat uns viele neue Dinge finden lassen. Auch wenn wir ihn jetzt verloren haben, bleiben uns seine Geschichten.
Für den Vorstand und die Mitglieder des Landesverbandes
Eckhard Debour